Die 3 Beziehungstypen (Welcher davon bist du?)

Paar sitzt draußen im Sonnenuntergang - Die 3 Beziehungstypen

Die 3 Beziehungstypen: Weißt du welcher Beziehungstyp du bist? Heute geht es darum herauszufinden, welcher der verschiedenen Beziehungstypen du und dein Partner sind. Somit wisst ihr, unter welchem Stern eure Beziehung steht und wie ihr daran arbeiten könnt.

Die 3 Beziehungstypen, um die es heute gehen soll, basieren auf der Arbeit von der Psychologin Rachel Heller und dem Psychiater Amir Levine.

Die beiden haben sogar zusammen ein sehr interessantes Buch geschrieben:

“Warum wir uns immer in den Falschen verlieben.”

Wenn du dich für auch für das Buch interessierst, dann kannst du das hier auf Amazon bestellen: http://amzn.to/2CKeZ9y

Warum ist Bindung wichtig und was hat das für Auswirkungen auf unsere Beziehung? Die Beziehungsforschung hat sich schon mit den biologischen und physiologischen Grundlagen unseres Körpers beschäftigt und herausgefunden, dass eine Beziehung und die Anwesenheit unseres Partners unsere Physiologie beeinflusst.

Im Klartext heißt das:

  • Unser Herzschlag wird reguliert.
  • Der Stress wird geregelt.

Wenn wir uns beispielsweise unter Stress gesetzt fühlen und uns Sorgen machen, dann kann eine Umarmung des Partners unser Stress-Level senken und uns beruhigen. Man sieht auch Beziehungen, wo das Nähe-Distanz Verhältnis nicht ganz so einfach ist und die beiden Partner höheren Stress erleben, als in einer sicheren Beziehung.

Die starke physiologische und körperliche Verbundenheit von einem glücklichen Paar lässt sich auch sehr gut durch die Evolution erklären. Früher war es für ein Paar ein Überlebensvorteil, wenn der eine Partner sich angegriffen fühlte, der andere Partner sich genauso fühlte.

Das grundlegende evolutionäre Ziel der Menschen ist es, eine Partnerschaft zu finden, in der sich beide sicher fühlen. Die Vorteile einer sicheren Beziehung lassen sich auch durch die Bindungsforschung in der Psychologie erklären. So hat zum Beispiel eine bekannte Psychologin namens Mary Ainsworth mit Kindern geforscht und sich die Beziehung von Kindern und Eltern genauer angeschaut.

Die Ergebnisse zeigen, wenn ein Kind von einer Vertrauensperson, wie der Mutter, in eine fremde Situation und Umwelt begleitetet wird, hat das Kind keine Hemmungen hat, die Gegend zu erkunden. Wenn die Beziehung zu der anwesenden Person jedoch eher ambivalent, also nicht so sicher war, dann hatte das Kind Schwierigkeiten nach draußen zu gehen und die Gegend zu erkunden.

Das Prinzip in unserer Beziehung

So wie es den Kindern in der Forschung ging, kann man das auch auf unsere eigene Beziehung übertragen. Wenn wir das Gefühl haben, in unserer Beziehung läuft etwas schief und es brennt etwas, dann haben wir keine Energie für andere Dinge im Leben. Wir können anderen Dingen im Leben, die wir erreichen wollen, keine richtige Aufmerksamkeit schenken.

Wenn wir jedoch eine sichere Basis haben, dann trauen wir uns mit Mut unsere Ziele und Projekte anzugehen. Wir wissen dann, dass wir immer einen sicheren Hafen haben, zu dem wir zurückkehren können. Zuhause ist immer eine Person, die uns am Herzen liegt und die uns unterstützt.

So haben wir als Menschen viel einfacher die Möglichkeit zu wachsen. Vor allem haben wir viel mehr Wohlbefinden.

Die 3 Beziehungstypen

Es gibt drei Beziehungstypen, in die sich fast jeder Mensch einordnen lässt. Unser Ziel ist es, zu identifizieren, welcher Beziehungstyp wir selbst und welcher unser Partner ist.

Die 3 Beziehungstypen sind:

  • Der ängstliche Beziehungstyp
  • Der vermeidene Beziehungstyp
  • Der sichere Beziehungstyp

Wenn wir unseren und den Typen unseres Partner herausgefunden haben, dann können wir unsere Konstellation ermitteln und letztendlich auf eine sichere Konstellation hinarbeiten.

Das Ziel ist, dass wir uns irgendwann richtig sicher und richtig wohl fühlen können.

Es kann sein, dass du jetzt schon in einer sicheren Beziehung bist, weil statistisch gesehen, diese am häufigsten auftritt. Die zweitmeisten Beziehungen sind Konstellationen aus dem ängstlichen Beziehungstyp und dem vermeidenden Beziehungstypen. Das ist eine eher schwierige Konstellation.

Ich werde gleich erklären, warum das so ist. Auch in diesem Fall hat man noch die Möglichkeit, zu einer sicheren Beziehung heranzuwachsen. Ansonsten werden ängstliche und vermeidene Typen auf lange Sicht gesehen nicht dauerhaft zusammenbleiben.

Welcher Typ bist du?

Um deinen Typ herauszufinden musst du dir primär zwei Fragen stellen:

  1. 1
    Wie viel Verbindlichkeit und emotionale Nähe ist okay für mich?
  2. 2
    Ist das Ausmaß meiner Angst groß, diese Liebe, Zuneigung und vor allem Partnerschaft zu verlieren. Wie fixiert bin ich auf diese Partnerschaft?

Diese Fragen werden dich, wenn du diese ehrlich beantwortest, schon mal in eine gewisse Richtung lenken. Nun werden wir uns die einzelnen Typen mal genauer anschauen.

Der ängstliche Beziehungstyp

Dieser Typ benötigt ganz viel emotionale und körperliche Nähe. Er macht sich viele Sorgen darüber, ob sein Partner ihn genug liebt. Generell fühlt er sich leicht zurückgewiesen.

Der ängstliche Typ hat häufig Angst, dass sein Partner nicht so viel Nähe braucht wie er und investiert extrem viel Energie und Zeit in diese Beziehung. Schon bei kleineren Stimmungsschwankungen des Partners gerät er in Unruhe oder Unsicherheit.

Das kann dazu führen, dass er sehr viel Negatives in das Verhalten des Partners hinein interpretiert, was zum Ausrasten oder zu Protest-Strategien führen kann. So kann er sich beispielsweise einmal zurückziehen und so tun, als wäre er gerade nicht verfügbar, damit sein Partner auch mal hinter her kommt.

Es kann jedoch auch dazu führen, dass er übersteigert versucht diese Nähe wieder herzustellen, was zu buchhalterischen Verhaltensweisen führen kann. Ganz nach dem Motto: Ich habe so und so viel in unsere Beziehung investiert, jetzt musst du genau so viel investieren.

Manchmal kann der ängstliche Typ sogar mit einer Trennung drohen, damit der Partner dann wieder auf ihn zu kommt oder ähnliches.

Der vermeidende Typ

Der Zweite der 3 Beziehungstypen hat als zentrales Anliegen eine gewisse Autonomie und Unabhängigkeit. Das bedeutet, dass er den Partner, wenn es sein muss, körperlich und emotional auf Abstand hält. Gerade wenn die Partnerschaft momentan gerade sehr sehr gut läuft, kann es sein, dass der vermeidende Typ dies sabotiert und somit nicht viel Nähe entsteht.

Diese Art von Mensch neigt auch dazu, sich dem Partner nicht so sehr emotional zu öffnen und macht sich gleichzeitig auch nicht so viele Sorgen um die Partnerschaft.

Er macht sich nicht viele Sorgen, weil er immer für sich alleine da steht und es auch immer gut alleine in seinem Kopf hinbekommt.

Häufig sucht er nach Anzeichen, die so aussehen, als will der Partner Kontrolle ausüben, weil das eine zentrale Sache ist, die der vermeidende Partner vermeiden möchte.

Der sichere Beziehungstyp

Dieser Typ ist dadurch gekennzeichnet, dass emotionale und körperliche Nähe total okay für ihn sind und er das auch genießt. Jedoch macht ihn aus, dass er von dieser Nähe nicht abhängig sein möchte. So ist dieser Beziehungstyp auch auf ganz natürliche Art und Weise sehr liebevoll im Umgang mit seinem Partner.

Wenn er sich mal schlecht behandelt fühlt, dann rastet er nicht sofort aus, sondern spricht mit seinem Partner über seine Bedürfnisse und über das, was nicht so gut gelaufen ist.

Er wählt Ausdrucksweisen, wie:

  • Ich wünsche mir einfach das und das…

Diese Art von Mensch lässt seinen Partner an seinen Erfolgen teilhaben, teilt ihm jedoch genauso mit, wenn er sich unsicher fühlt oder ihn irgendetwas bedrückt. So macht er es sich auch zur Aufgabe, die Probleme und Herausforderungen seines Partners mit anzugehen und ihm quasi zu helfen.

In der Beziehungskostellation mit sicheren Partnern, sind emotionale Manipulation, Drama und Achterbahnfahrten so gut wie nicht vorhanden.

Warum sind diese Beziehungskonstellationen häufig so in Bezug auf die 3 Beziehungstypen?

Wir haben gelernt, dass es die sichere Beziehung am häufigsten gibt. Danach jedoch auch gleich die ängstlich-vermeidende-Beziehung.

Nun stellt sich doch die Frage: Warum ist das so?

Wenn man sich das genau anschaut, dann stellt man fest, dass der vermeidende Typ vorrangig seine Autonomie will. Nun passt der ängstliche Typ recht gut dazu, weil er ihm einfach aufstecken kann, was er braucht. Er geht davon aus, dass der ängstliche Typ alles mit sich machen lässt und somit die Beziehung bestehen bleibt (dies ist natürlich kein bewusst böswilliger Prozess. Es passiert meist unbewusst, dass ängstliche und vemeidende Typen zueinanderfinden).

Anders gesehen ist auch der vermeidene Partner sehr attraktiv für den ängstlichen Typen, weil gleichzeitig das Selbstbewusste, aber auch das Verletzliche in ihm steckt.

Jedoch ist diese Art von Beziehung auf lange Sicht gesehen, für beide Partner nicht wirklich gut.

Wenn du dich nun in so einer Art von Beziehung befindest, ist erstmal nicht Hopfen und Malz verloren. Manchmal kann die Trennung zwar ein guter Weg sein, jedoch muss es nicht immer dazu kommen.

Du kannst es schaffen, durch offene Kommunikation dieses Thema gemeinsam mit deinem Partner anzugehen und so eine sichere Beziehung schaffen.

Die 3 Beziehungstypen – Die Entwicklung zur sicheren Beziehung

Wenn du in einer eher ungünstigen Beziehungskostellation steckst, dann ist das noch kein Problem, weil ihr euch entwickeln könnt. Die Forschung zeigt in Beziehung auf die 3 Beziehungstypen, dass wenn ein Partner zum sicheren Partner wird, der andere Partner sich dann auch zum sicheren Partner hin entwickelt.

Damit ihr euch auf die sichere Beziehungsebene begeben könnt, ist es wichtig, dass wir uns erstmal genau anschauen was die sicheren Beziehungstypen eigentlich machen.

1. Gute Konfliktbewältigung

Der sichere Typ eskaliert nicht sofort bei jedem kleinen Streit oder explodiert vor dem anderen Partner. Er ist in der Lage ganz ruhig und offen über alles zu reden.

Er kann ganz gezielt ansprechen, was seine Wünsche und Bedürfnisse sind und was ihn genau verletzt hat.

2. Er geht sehr gut mit Kritik um.

Kritik ist für den sicheren Beziehungstypen nicht immer ein Angriff, sondern eine Möglichkeit sich selbst zu verbessern. Er überdenkt seine Taten und wenn er zu dem Schluss kommt, dass sein Partner Recht hat, dann wird er auch daran arbeiten. Somit wird sich eure Beziehungsqualität wieder erhöhen.

3.  Er behandelt seine Bezugspersonen mit Respekt.

Der sichere Typ von Mensch wird seinen inneren Kreis von Bezugspersonen immer mit Respekt behandeln, so dass es dort nicht absichtlich zu irgendwelchen Verletzungen kommen wird.

4. Er übernimmt Verantwortung.

Der sichere Partner wird sich um den anderen Partner sorgen und Verantwortung für die Herausforderungen und Bedürfnisse seines Partners übernehmen.

Ganz nach dem Motto: Deine Bedürfnisse sind auch meine Bedürfnisse.

5. Er legt alles daran, an der Beziehung zu arbeiten.

Dieser Partner wird immer mit dem Ziel an die Beziehung herangehen, gemeinsam zu wachsen und sich zu entwickeln. Somit möchte er immer besser werden, damit es eurer Beziehung gut geht.

Die 3 Beziehungstypen – Fazit

Wenn du jetzt gemerkt hast, dass du in einer ungünstigen Beziehungskonstellation lebst, dann kannst du nun alles daran setzten, das zu verändern.

Wenn ihr ängstliche und vermeidende Partner seid, dann könnt ihr mit offener, gezielter Kommunikation an euch arbeiten und so das Ziel einer sicheren Beziehung anstreben. 

Wichtig dabei ist, dass ihr beide die Verhaltensweisen eines sicheren Beziehungstypen annehmt. Wenn der eine zum sicheren Typ wird, dann zieht der Andere unter Umständen nach.

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