Wie können wir den grauen Alltag in der Beziehung bekämpfen?

Nach einiger Zeit ist die erste Verliebtheit vorbei und der Ernst der Beziehung geht bei euch los.  Jetzt müsst ihr den Alltag in der Beziehung bekämpfen. Ihr müsst dringend aufpassen, dass das Liebesglück nicht vom Alltagstrott gefressen wird.

Bei dir ist schon der graue Alltag in der Beziehung eingezogen?

Dann zeige ich dir jetzt, was du tun kannst und was du unbedingt vermeiden solltest, um aus dem Alltagstrott herauszukommen. Zuerst schauen wir uns 9 Probleme an, die zu einem "Alltagsgefühl" in der Partnerschaft führen und

Brücke mit einem Paar am Horizont - Alltag in Beziehung bekämpfen

Alltag in der Beziehung bekämpfen mit Selbstliebe und Achtsamkeit (Grundlagen)

Oft scheitern Beziehungen, weil ein Partner meist zu viel von dem Anderen verlangt oder zu viel von dem Anderen einfordert. Meist erwarten wir Menschen, dass uns der Partner ständig rundum glücklich macht. Doch so funktioniert das nicht. Wir dürfen die Liebe unseres Partners nicht irgendwann als selbstverständlich ansehen, sondern als Geschenk. 

Dein Partner ist nicht für dein komplettes Glück und Wohlbefinden verantwortlich. So ist es meist noch zu Beginn einer Beziehung. Der andere Partner macht uns automatisch glücklich, weil noch alles neu und aufregend ist. Dieses Neue und Aufregende verschwindet jedoch mit der Zeit. 

Es muss sich für eine erfüllende und glückliche Beziehung jeder grundsätzlich selbst glücklich machen können. 

Nur du bist für deine Zufriedenheit und dein Glück verantwortlich. Jeder muss also selbst herausfinden und tun, was ihn glücklich macht. Ich rate dir dazu einmal mehrere Dinge auszuprobieren. Was benötigst du um glücklich zu sein? Ist es ein bestimmtes Hobby? Oder einfach auch mal nur Zeit für dich?

Du musst dich erst selbst lieben und akzeptieren, bevor du eine andere Person komplett lieben kannst. Wenn du nämlich denkst, dass dein Partner für dein gesamtes Glück sorgt, machst du dich von ihm abhängig.

So kann es sein, dass wir nach einer Weile enttäuscht werden und in der Beziehung nicht mehr so zufrieden sind, weil das Neue plötzlich weg ist. Nun müsst ihr den Alltag in der Beziehung bekämpfen.

Beziehungskiller im grauen Alltag


1. Das böse Schweigen

Irgendwann kann es passieren, dass du etwas am Partner auszusetzen hast, aber es nicht sagst. Du meinst, er soll von alleine darauf kommen? Tue einfach euch beiden einen Gefallen und sag deinem Partner was dich stört. Er kann deine Gedanken nicht lesen und wenn du nicht mit ihm/ihr sprichst seid ihr bald beide sehr genervt. So werdet ihr nur in einer Sackgasse landen.

Zudem signalisiert Wortlosigkeit ein Desinteresse am Partner. Es schadet dem “Wir”-Gefühl. 

Findet also Rituale mit denen ihr eure Kommunikation anregen könnt.

Ein einfaches “Wie war dein Tag?” gehört einfach dazu. Zur guten Kommunikation muss man auch nicht immer zwingend einer Meinung sein. Zufriedene Paare haben oft eine gesunde Streitkultur entwickelt. Dabei ist wichtig, dass du den anderen Partner ausreden lässt und Kritik in der richtigen Dosierung anbringst.

Teile deinem Partner auch deine Gedanken und deine Gefühle mit. Doch vermeide dabei einen vorwurfsvollen Ton. Wenn du Probleme richtig in deiner Partnerschaft ansprechen möchtest, dann habe ich dazu mal ein Video gedreht: https://www.youtube.com/watch?v=L7BMQJ4fdy4


2. Immer nur auf guten Sex warten

In einer Beziehung gibt es immer Höhen und Tiefen. Das Gleiche gilt im Bett. Wenn der Alltagsstress kommt, bleibt der Sex oft auf der Strecke liegen oder ist nur eine lieblose Pflichtübung. Du musst dein Liebesleben aktiv in die Hand nehmen, ansonsten kannst du meist lange warten.

Auch nur die körperliche Nähe ist eine wichtiges Element im liebevollen Umgang. Wenn diese verloren geht, sind schnell beide Partner unzufrieden und frustriert. 

Also egal wie lange ihr zusammen seid, in einer gut funktionierenden Beziehung solltet ihr immer noch kuscheln, Händchen halten und euch küssen. So könnt ihr unter Anderem auch den Alltag in der Beziehung bekämpfen.

Also guter Sex ist auch planbar. Ihr müsst euch wieder eine Art Routine schaffen, um in einen gemeinsamen Rhythmus zu kommen.


3. Aus der Mücke wird der Elefant

Viel zu oft regen wir uns zu sehr über Kleinigkeiten auf. Doch sind die Eigenarten des Partners denn wirklich so schlimm?

Als ihr euch noch gedatet habt, hattet ihr beide die rosa-rote Brille auf und ihr beide schient perfekt füreinander zu sein. 

Doch irgendwann kommt man aus der Verliebtheitsphase heraus und man merkt, dass der andere Partner doch so seine Macken hat. Dazu habe ich übrigens auch mal einen Blogartikel geschrieben: Die 5 Phasen einer Beziehung

Laufe nun deinem Partner trotzdem nicht mit der Lupe hinterher. Oft tendieren wir dazu, im stressigen Alltag die guten Seiten unseres Partners komplett auszublenden. Doch dies macht eine Beziehung auf Dauer kaputt.

Ihr als Partner müsst nicht immer die gleichen Sichtweisen haben, also versucht euch nicht gegenseitig zu verändern. Du wirst den Anderen nicht verändern können, also nimm ihn so wie er ist. Laut einer Umfrage besteht für 59% das Liebesglück darin, den Anderen so zu akzeptieren wie er ist. Amüsiere dich doch lieber über Kleinigkeiten und spare dir deine Energie für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Feiert am besten schon die kleinsten Fortschritte und Erfolge in eurer Beziehung, um euch wieder auf die guten Seiten des Partners zu konzentrieren. Denn jede Beziehung ist zu 80% gut und zu 20% nicht so gut. Konzentriert euch wieder mehr auf die guten 80%. 


4. NUR über den nervigen Alltag reden

Kommunikation in einer Beziehung ist sehr wichtig, doch sie ist nicht nur dazu da, dass ihr euren Alltag darüber regelt. Wenn bei euch nur noch solche Fragen wie: “Hast du schon den Müll raugebracht?”, “Wann kaufst du wieder ein?” und “Wann ist wieder Putztag?” kommen, dann ist das in einer Beziehung auf Dauer sehr nervig und hilft euch nicht weiter den Alltag in der Beziehung zu bekämpfen.

Während ihr in eurer ersten Phase der Beziehung noch Schmetterlinge im Bach hattet, so habt ihr nun die To-Do-Listen in der Hand.

Also bemüht euch wieder mehr miteinander zu reden. Führt interessante Gespräche und versuche deinen Partner wieder neu kennenzulernen. 

Eine innige Partnerschaft kann man nur führen, wenn man dem Anderen seine Gefühle, Gedanken, Ängste und Sorgen mitteilt.

Unternehmt doch mal eine Reise durch die Vergangenheit und ruft euch die schönen Dinge, die ihr zusammen erlebt habt, ins Gedächtnis. Dann ist es auch wichtig wieder neue solche schönen Momente zu kreieren. Macht doch mal etwas schönes außergewöhnliches zusammen. Etwas an das ihr euch später noch lange erinnern könnt.

5.  Nur noch auf der Couch gammeln

Eine Beziehung landet meistens früher oder später auf der Couch. Das kann zwar auch schön sein, aber ihr solltet es nicht übertreiben. Wenn ihr abends nur noch auf der Couch seid, dann ist das eine ganz schöne Beziehungsfalle. Wenn der graue Alltag gekommen ist und ihr beide Stress habt, ist die Couch zwar verlockend, doch sie führt auch schnell zu Langeweile in der Beziehung. 

Setzt euch also Ziele, mal wieder nach draußen zu gehen. Es kann beispielsweise ein Kinobesuch oder auch ein schönes Essen im Restaurant sein. Kommt also öfter mal raus und erlebt etwas gemeinsam. 

6. Alle Fehler werden gezählt

Wenn der stressige graue Alltag kommt, kann es oft passieren, dass alle Fehler schwer ins Gewicht fallen. Wir konzentrieren uns nur noch auf die schlechten Eigenschaften unseres Partners. Doch wenn die Fehler nur noch stärker gewichten, als die Erfolge, kann die Partnerschaft auf Dauer daran zu Bruch gehen. 

Also konzentriere dich auf die Dinge wofür du dankbar bei deinem Partner bist, um wieder das Augenmerk auf das Positive im Partner zu legen. 

Eine andere Lösung wäre immer wieder kleine Aufmerksamkeiten und Liebesbotschaften zu schenken. Drücke also in Gedanken mal wieder öfter den “I like” Button bei deinem Partner. Immer wenn dir wieder etwas Positives an ihm auffällt, drückst du in Gedanken den Knopf. 

Auf der anderen Seite kannst du hier und da mal ein paar Liebesbotschaften fallen lassen, wie zum Beispiel ein “Ich liebe dich” Post It am Kühlschrank.


7. Sich nur noch auf den Partner konzentrieren

Oft treibt einen der feste Partner so schnell in den Wahnsinn, weil wir uns so häufig sehen. Am Anfang möchte man noch so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen, doch irgendwann führt das nur zur Sackgasse. Paare die dauerhaft glücklich sind, bewahren ihre Individualität. 

So ist auch das Wichtigste in der Beziehung sich selbst treu zu bleiben. Darüber habe ich übrigens auch mal einen Blogartikel geschrieben: https://ramon-schlemmbach.de/was-ist-das-wichtigste-in-einer-beziehung/

Wenn wir uns nur permanent auf unseren Partner konzentrieren, machen wir uns abhängig. Wenn dir ständig Fragen wie “Was hat er gemeint?”, “Was ist jetzt wieder mit ihm los?” durch den Kopf gehen, dann ist das ein schlechtes Zeichen.

Du solltest auch eigene Freundschaften pflegen und deinen eigenen Interessen nachgehen. Das wird eure Beziehung bereichern und dich als Partner auch interessanter machen. 

Also achte nicht andauernd auf deinen Partner und pflege auch die Liebe zu dir selbst. Du brauchst auch Zeit für deine eigenen Ziele, Wünsche, Träume und Interessen.

Dann wird eure Beziehung einen neuen Kick bekommen und dein Partner oder Partnerin kann dich wieder neu entdecken und verführen.


8. Probleme nur zerreden anstatt zu lösen

Auch wenn Kommunikation sehr wichtig ist und zufriedene Paare eine gesunde Streitkultur entwickelt haben, so können zu viele Diskussionen doch kontraproduktiv sein. 

Denn die Konfliktlösung entsteht meist nicht nur durchs Reden, sondern vor allem durch die Taten. Wenn man dann noch ständige Kritik von dem Partner bekommt, den man liebt, kann das zu Frust führen. Vermeide also am besten dauerhaftes negatives Feedback.

Wenn du deinen Partner dann mal kritisierst, verpacke deine Kritik in die richtigen passenden Worte. Dadurch gibst du dem Anderen ein gutes Gefühl.

Allem in allem solltet ihr versuchen auf Veränderungswünsche schnell Taten folgen zu lassen.


9. Die Liebe als Selbstverständlichkeit sehen

Als letzten Punkt der Beziehungskiller, die sich oft im grauen Alltag einschleichen, ist die Selbstverständlichkeit. Liebe ist nicht selbstverständlich und sollte nicht als gegeben angesehen werden. Auch ist man nicht nur glücklich, weil man zusammen ist. Die Qualität der Liebe ist also entscheidend. Sagt euch am besten immer Dinge wofür ihr dankbar seid und seht nichts als selbstverständlich an.


Taten, um den Alltag in der Beziehung bekämpfen zu können


Grundsätzlich solltest du dir folgendes Bild vor Augen führen:

Unser Leben besteht aus 2 Zuständen 

  1. Routine
  2. Chaos

Beide Teile sind wichtig für unser Leben. Routinen geben uns Sicherheit und ein Gefühl von Komfort. Chaos gibt uns Abwechslung und bildet das Fundament für unser Weiterentwicklung.

Wenn wir den Alltag in der Beziehung bekämpfen wollen, dann müssen wir anfangen, uns öfter von der Routine ins Chaos zu bewegen. Denn Die Routine birgt die Gefahr der Langeweile.

1. Weg mit der Routine

Oft ist es schwer eine festgefahrene Routine zu durchbrechen, doch das ist wichtig um den Alltag in der Beziehung zu bekämpfen.

Meist hilft es bei sich selbst anzufangen. Auch wenn es oberflächlich klingt, kann manchmal schon eine optische Veränderung erste Anreize geben, um die Schmetterlinge neu zu entfachen. Überrasche doch deinen Partner einfach mal und mach ihm eine Freude, indem du dich mal wieder richtig auf stylst. Mag es dein Partner dich in Kleidern zu sehen oder wenn du deine Haare lockst? Oder mag es deine Partnerin dich in Hemden zu sehen? 


2. Geht mal wieder abends weg

Abends kommt ihr nach der Arbeit nach Hause, zieht euch die Jogginghose an und ab vor den Fernseher? So etwas passiert häufig in Beziehungen und es ist auch gut, wenn ihr euch ein gemeinsames Zuhause mit Wohlfühl-Faktor schafft, doch irgendwann reicht es auch. 

Geht mal wieder unter Leute und verbringt bewusst Quality Time mit dem Anderen zusammen. Vielleicht überrascht du deinen Partner auch einfach mal mit einer Einladung.


3. Sich wieder neu kennen lernen

Du kennst einen Menschen niemals komplett in und auswendig. Auch wenn es manchmal so scheint, weil ihr so viel Zeit miteinander verbringt und so vertraut miteinander seid.

Stelle deinem Partner häufiger Fragen und versuche noch mehr über ihn zu wissen. 

Eröffne das Gespräch zum Beispiel einfach mal mit einer random Frage wie: 

“Wann warst du eigentlich das erste Mal am Meer?” oder “Hattest du als Kind oft Albträume?”. Du wirst erstaunt sein, wie viel du noch über deinen Partner erfahren kannst. 


4. Verbringt Zeit ohne einander

Oft hilft auch Abstand eure gewisse Routine zu durchbrechen. Denn wenn ihr nur noch alles zusammen macht, kann das ein echter Beziehungskiller sein. 

Es ist wichtig, dass ihr für euch beide etwas “Me-Time” einräumt und so auch mal Abstand gewinnt. 

Ihr könnt beispielsweise auch mal ein Wochenende alleine verbringen oder alleine in den Urlaub fahren. So sammelt jeder von euch neue Eindrücke, was euch auch wieder interessanter für den jeweils anderen Partner macht. 

Des weiteren gebt ihr euch so auch die Chance, euch mal wieder richtig zu vermissen und euch nicht nur als gegeben zu betrachten.


5. Findet euer gemeinsames Ding

Jedes Paar braucht ein gemeinsames Ding, also findet euer gemeinsames Ding oder Hobby. 

Beispiele hierfür können sein:

  • zusammen zu kochen
  • ins Kino gehen
  • gemeinsame Start-Up Idee
  • Fahrrad fahren
  • zum Sport gehen


Jedes Pärchen hat gemeinsame Interessen und diese Interessen bringen eine Routine in euren Alltag. Routinen müssen nicht immer schlecht sein. In diesem Fall ist es eine Routine, die euch Freude bereitet und nicht einfach nur gemütlich ist.


6. Kleine Liebesbotschaften

Der letzte Tipp von den Dingen die du tun kannst, ist kleine Liebesbotschaften für deinen Partner zu hinterlassen. Dies ist ein kleiner Handgriff, hat aber große Auswirkungen. Hinterlasse Beispielswiese kleine Post-It Notes in der Wohnung mit Komplimenten drauf. Dies ist eine viel schönere und persönlichere Art der Kommunikation, als WhatsApp Nachrichten zu senden. 


Alltag in der Beziehung bekämpfen - Fazit

Im Allgemeinen kann man sagen, dass eine Beziehung wie ein Job ist. Am Anfang ist alles neu und man muss sich einarbeiten und die Kollegen kennen lernen. Doch irgendwann hat man sich an die Arbeit gewöhnt und es wird zur Routine. Genauso ist es auch mit Beziehungen, nur dass es nicht ganz so schnell geht. Menschen sind viel vielschichtiger und interessanter, als ein normaler Job.

Also passt auf welche Dinge ihr unbedingt im Alltag vermeiden solltet und tut kleine Dinge, um wieder etwas mehr Kick in eure Partnerschaft zu bringen und den Alltag in der Beziehung zu bekämpfen.


Alltag in der Beziehung bekämpfen - Hilfe vom Experten

Wenn du dich genau in dieser Situation wieder findest oder ein anderen Beziehungsthema hast, bei dem du Hilfe benötigst, dann bewirb dich doch gerne zu einem kostenlosen Erstgespräch mit mir. Wir können uns deine Situation ganz individuell anschauen und konkrete Lösungen für dich und deinen Partner finden.

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