Unterschiede in der Kommunikation zwischen Mann und Frau

Unterschiede in der Kommunikation zwischen Mann und Frau gibt es tatsächlich viele. Da uns diese oft nicht klar ist, kommt es somit oft zu Missverständnissen oder Konflikten. Diese Konflikte lassen sich jedoch vermeiden, wenn man etwas mehr über die Kommunikation des Anderen weiß und sich in seine Lage hinein versetzen kann. Mit dem Wissen aus dem Artikel kannst du im besten Fall eine unnötige Trennung verhindern.

In diesem Artikel soll es um die Unterschiede zwischen Frau und Mann in der Kommunikation gehen. Wir werden darüber reden, wie es dazu kommt und wie man somit Missverständnisse vermeiden kann.

Mann und Frau halten Hand - Unterschied zwischen Mann und Frau

Wie kommunizieren Männer

Bei Männern spielt häufig das fokussierte und logische Denken eine größere Rolle als bei Frauen. Sie sind eher praktisch veranlagt und konzentrieren sich eher auf das Lösen von Problemen. In der Kommunikation von Männern geht es demnach primär um die Lösungsfindung und Lösungsbehebung.

Wenn man eine Unterhaltung bei Männern hört, wird man auch feststellen, dass diese eher mit direkter Sprache kommunizieren. 

Sie formulieren kurze und knappe Sätze und ihr Sprachmuster ist ganz nach dem Motto:

  • “Wenn ich was will, dann sage ich das auch.”

Wenn man sich das alles anschaut, kann man sagen, dass Männer einfache Aussagen deutlich besser verstehen. Sie sind oft von zu komplexer Sprache überfordert und nehmen diese somit oft nicht ernst. 

Wenn sie sich zugetextet fühlen, dann schalten sie einfach oft auf Durchzug.

Da sie einfache und klare Statements besser verstehen, als komplexe Sprache, halten Männer diese auch für glaubwürdiger. Dies ist einer der zentralen Unterschiede in der Kommunikation zwischen Mann und Frau.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass Männer im Gespräch immer als Person überzeugen wollen und auch meist schnelle Entscheidungen treffen können.

Wie kommunizieren Frauen?

Bei Frauen auf der anderen Seite geht es nicht nur um das Lösen von Problemen oder um kurze klare Aussagen. Bei ihnen geht es viel mehr um Beziehungen, Gemeinsamkeiten oder darum, für einander da zu sein.

Einer der großen Unterschiede in der Kommunikation zwischen Mann und Frau: Frauen ist es oftmals gar nicht mal so wichtig die konkrete Lösung zu haben. Viel mehr brauchen sie die seelische, emotionale und liebevolle Unterstützung. 

Demnach reicht es manchmal oft schon einer Frau das Gefühl zu geben, dass sie verstanden wird.

Da Frauen eher auf emotionaler Basis kommunizieren, besitzen diese auch ein eher indirektes Sprachmuster. Also werden Wünsche im Grunde häufig eher indirekt ausgedrückt, anstatt direkt. 

Wenn die Frau zum Beispiel möchte, dass das Fenster geschlossen wird, dann wird sie sich eher so ausdrücken: “Es ist kalt hier drin.”. Während Männer ganz klar und direkt sagen würden: “Mach das Fenster zu”.

Im Allgemeinen wird die Frau eher in verklausulierten Aufforderungen sprechen, wenn Dinge erledigt werden sollen, die sie auf keinen Fall selbst tun will. 

Zudem besitzen Frauen auch einen größeren Wortschatz als Männer und haben ein bewussteres und differenzierteres Hörvermögen.

Somit sprechen sie oft mit mehr Variationen.

Frauen wollen oft höflich sein und drucken sich somit viel mit Konjunktiv-Formulierungen aus. Dies wirkt jedoch auf andere Personen meist als Ungewissheit und nicht primär als Höflichkeit.

Man kann sagen, dass Frauen im Gespräch eher mit Argumenten überzeugen wollen.

Unterschiede in der Kommunikation zwischen Mann und Frau - Sprachstile

Wenn Frauen und Männer das gleiche Problem haben, dann haben sie oft unterschiedliche Sichtweisen und Bedürfnisse in Bezug auf die gleiche Angelegenheit. Somit werden sie dies anders kommunizieren und es können leicht Missverständnisse untereinander auftreten. 

Man muss sich also ganz klar den Unterschied bewusst machen, um bestimmte Verhaltensweisen besser verstehen zu können und besser darauf reagieren zu können.

Beide Geschlechter haben nämlich unterschiedliche Sprachstile und kommunizieren auf andere Art und Weise. Aus dem Grund, kann es leicht mal zu Missverständnisse kommen und dass ihr aneinander vorbei redet.

Dieser Unterschied oder das Problem kann im privaten und im geschäftlichen Kontext auftreten.

Das Problem der ganzen Sache ist, dass einem der eigene Sprachstil nicht bewusst ist. Man denkt, dass jeder redet so wie man selbst. Dann regt man sich auf, wenn er andere nicht nach den gleichen unsichtbaren Regeln handelt, wie man selbst. Genau deshalb kommt es oft zu Missverständnissen.

Das größte Problem bei dem Unterschied ist wohl die Meinung zu indirekten Botschaften.

Somit suchen Frauen oft nach indirekten Botschaften, die von den Männern eigentlich gar nicht beabsichtigt waren. Männer hingegen verstehen, die indirekten Botschaften von Frauen oft nicht, weil sie nicht wirklich danach suchen.

Die Folge ist: es kommt häufig zum Konflikt

Unterschiede in der Kommunikation zwischen Mann und Frau – Wie kommt es dazu?

Dieser Unterschied kommt zum Teil durch die unterschiedliche Sozialisierung und Prägung in der Gesellschaft. Andererseits auch zum Teil durch die kulturelle Rollenzuweisung. Die lang tradierten Bilder vom starken Mann, der führen muss, in den Kampf gehen muss und klare Anweisungen geben muss, führen auch zu der kurzen knappen Kommunikation.

Auf der anderen Seite muss die Frau eher weise und zurückhaltend sein. Diese alten traditionellen Bilder werden momentan nur langsam aufgebrochen.

Man kann die unterschiedliche Sprache auch mit Hilfe der Evolution erklären. Die Männer mussten zur Jagd gehen und wären mit ständiger Kommunikation total aufgeschmissen. Die Beute wäre weg gewesen.

Die Frauen haben sich hingegen um die Familie gekümmert und benötigten somit viel Kommunikationskompetenz. Sie musste Konflikte rechtzeitig erkennen und Streit schlichten.

Auch in der Kindheit kann man schon Unterschiede in der Kommunkation zwischen Männern und Frauen feststellen. Bei den Jungen geht es häufig um das Spielzeug an sich und es wird weniger geredet. Bei den Mädchen geht es um die Beziehung der Spielenden zueinader (oder der Charaktere, die sie beim Rollenspielen übernehmen). Die Kommunikation steht im Vordergrund.

Beeinflussung durch Hormone

Bei Männern gibt es ein Überschuss von Testosteron, welches die männliche Sprache eher direkt und ein wenig “aggressiv” macht.

Bei Frauen ist es eher das Bindungshormon Oxytocin, welches vor allem während der Geburt und Stillzeit ausgeschüttet wird. Das bewirkt eine eher vertrauensvolle Kommunikation

Ein englischer Forscher hat einmal eine Studie herausgebracht, die dies belegt.

Es gab zwei Versuchsgruppen von Managern. Die eine Gruppe bekam ein Oxytocin-haltiges Nasenspray. Die Gruppe, die das Oxytocin bekamen, verhandelten nicht mehr so aggressiv und rücksichtslos, wie ihre anderen Kollegen. Sie achteten mehr auf das Miteinander in der Kommunikation und auf die gemeinsame Basis mit den Verhandlungspartnern.

Auch bei Männern steigt der Oxytocinspiegel in der Erziehungszeit und der Testosteronspiegel sinkt, weil sie eine vertrauensvollere Sprache mit dem Kind brauchen.

Beeinflussung durch Erziehung

Bei den Männern geht es schon von klein auf um Hierarchie und Macht. In fast allen 

Jungs-Spielen geht es um das Gewinnen. Somit wollen sie von klein auf vermeiden, Schwäche zu zeigen. Sie verspüren stets das Gefühl sich beweisen zu müssen und brauchen Einfluss und Mitbestimmung. Im Gespräch geht es in erster Linie um die Information. Sie kommunizieren also sehr sach- und aufgabenbezogen.

Männer sprechen auch häufig ungern über ihre Gefühle, weil sie Angst haben Schwäche zu zeigen. Sie haben oft nie wirklich gelernt über Gefühle zu sprechen und halten Emotionen somit für eine nicht relevante Information.

Männer wollen oft nicht über ihre Ängste reden und fühlen sich in die Enge getrieben, sobald es um etwas emotionale Dinge geht.

(Dies liegt in der Regel daran, dass auch ihre Väter (und die Väter davor) dies nicht gelernt haben. Erst in der heutigen Zeit brechen diese Erziehungsmisstände der „alten Zeit“ etwas auf und immer mehr emotional offene Männer bringen ihren Söhnen einen besseren Umgang mit Gefühlen bei. Das liegt zum Teil daran, dass Psychologie und Emotionen in der Gesellschaft eher anerkannt sind als früher.)

Bei den Mädchen ging es in der Kindheit eher darum, dazu zu gehören und nicht ausgeschlossen zu werden. Beim Spielen war oft das dabei sein und mitmachen wichtiger, als das gewinnen.

Frauen drücken sich also eher auf persönlicher Ebene aus, um Nähe herzustellen. Sie sind auch mehr an indirekten Botschaften interessiert, weil das etwas über die Beziehung zwischen Sender und Empfänger aussagt. 

Oft wollen Frauen Konflikte umgehen, um die Harmonie zu halten. Somit fällt vielen ein “Nein” oft schwer. Die Sprecherin möchte ihr Ziel erreichen, ohne dabei die Macht zu demonstrieren. Die Frau versucht also für Gleichheit in der Gesprächsführung zu sorgen.

Frauen lieben es auch über Probleme und Gefühle mit ihren Freunden zu reden.

Das Ausdrücken von Gefühlen ist ihnen also wichtig, um Nähe zu spüren. Demnach fühlen sie sich oft abgetrennt oder missverstanden, wenn der Partner emotionale Gesprächsthemen ablehnt.

Diese spannenden Ergebnisse geben schöne wissenschaftliche Einblicke in biologische Unterschiede in der Kommunikation zwischen Mann und Frau.

Folgen – Unterschiede in der Kommunikation zwischen Mann und Frau

Teilweise bräuchte man eigentlich einen ständigen Übersetzer, der die Missverständnisse aufdeckt. Denn so wie Paul Watzlawik, ein Kommunikationswissenschaftler, schon damals sagte:

“Man kann nicht nicht kommunizieren.”

Also mit anderen Worten: Egal was wir tun, wir werden immer kommunizieren. Bei Mann und Frau kommt es immer vor allem dann zu Irritationen, wenn es um Lob oder Kritik geht. Beide drücken sich auf unterschiedliche Weise aus und so kann es auch mal zu Missverständnissen kommen.

Wenn man als Frau beispielsweise eher indirekt kommuniziert, ist einem Lob und die Beziehungsebene wichtig. Denn die Beziehungsebene lebt davon, Rückmeldung von Menschen und Wertschätzung zu bekommen.

Ist jemand eher statusorientiert, so braucht er diese Rückmeldung auf eine andere Art und Weise. Zum Beispiel durch das Lob in der Materie und dem Auto vor der Tür. Dieser Typ versteht meist keine indirekte Kritik und kennt das Bedürfnis nach Lob vermutlich nicht so. 

Eine direkte Kritik verstehen Frauen oft als Abwertung, obwohl das oft gar nicht böse gemeint war. 

Was kannst du aktiv tun?

Es ist immer sehr gut, wenn du aufmerksam bist und dir bewusst machst mit wem du redest. Ist es eine Frau oder ein Mann? Was hat er oder sie schon für Lern- und Lebenserfahrungen gemacht? Ganz viel in der Kommunikation hängt von diesen Faktoren ab.

Behalte am besten immer die Geschlechtersprache im Hinterkopf, weil du den Anderen so besser verstehen und besser auf ihn eingehen kannst.

Versuche dich in die Situation des Anderen hineinzuversetzen und ihn somit besser zu verstehen.

Ein Weg ist auch mit deinem Partner aktiv über eure Kommunikation zu reden. So wirst du mehr über die Sprache des Anderen lernen und bessere Strategien für die Verständigung entwickeln.

Strategien für Frauen 

Es ist wichtig, dass du als Frau deine Anliegen und Wünsche immer klar und deutlich ausdrückst. Du musst sie direkt kommunizieren und wenig Raum für Interpretationen lassen. Nur so kannst du Missverständnisse vermeiden und bekommen was du willst.

Hoffe auch nicht auf das Erraten einer subtilen Botschaft. Entweder wird die Botschaft gar nicht erkannt oder es kommt zu Missverständnissen.

Wenn du bei Männern eine indirekte Botschaft vermutest, dann verzichte darauf zwischen den Zeilen zu lesen, sondern frage höflich nach. In vielen Fällen hat der Mann gar keine indirekte Botschaft beabsichtigt und so vermeidest du unnötige Konflikten.

Strategien für Männer

Versuche deine Vorschläge wirklich nur als Vorschläge und nicht als Anweisungen  zu formulieren. Ansonsten läufst du oft Gefahr, dass die Frau sich angegriffen fühlt und es zu Missverständnissen kommt. Wenn du mit Frauen sprichst, dann brauchen diese oft mehr als nur einen kurzen knappen Satz in der Unterhaltung. Sie wollen mehr mit dir kommunizieren.

Du brauchst auch nicht für jedes Problem sofort einen Lösungsvorschlag. Oft reicht eine ehrliche Anteilnahme und ein aktives Zuhören schon aus. Um es genau zu sagen: erstmal nur Anteilnahme und aktives zuhören. Und als Bonus eventuell den Ratschlag oben drauf. Muss aber nicht 😉

Unterschiede  zwischen Mann und Frau – Fazit

Zu allererst sollte man sagen, dass es kein gut und kein schlecht bei den verschiedenen Sprachmustern gibt.

Es ist jedoch wichtig, dass du die Metaposition einnimmst und deinen eigenen Kommunikationsstil reflektiert. So wirst du dich selbst und andere besser verstehen können.

Du wirst erkennen, wo deine eigene Art der Kommunikation Sinn macht und wo nicht. Manchmal wirst du erkennen, dass an bestimmten Stellen das eine oder andere Kommunikationsmuster sinnvoller ist.

Im Privatem denkt man oft, dass sich eine gute Kommunikation schon ergeben wird, wenn man sich nur liebt. Dies ist jedoch meist nicht der Fall. Aus diesem Grund müssen wir reflektieren und analysieren.

Wir benötigen gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Kommunikationsmuster. Trotzdem muss man sagen, dass wir uns stark aufeinander zubewegt und vermischt haben. So gibt es beispielsweise auch weibliche Informatiker und männliche Schriftsteller.

Wenn du nun auch merkst, dass du ein Problem in deiner Beziehung hast oder dass eure Kommunikation verbesserungswürdig ist, dann bewirb dich doch gerne auf ein kostenloses Erstgespräch mit mir: https://ramon-schlemmbach.de/erstgespräch007b

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