Verstanden werden – 3 Ebenen der Kommunikation, um Missverständnisse zu vermeiden

Du sagst deinem Partner klipp und klar, was du möchtest. doch du fühlst dich einfach nicht verstanden? Du weißt nicht mehr, was du tun sollst? Lasse den Kopf nicht hängen. In diesem Blogbeitrag, zeige ich dir eine einfache Technik, wie dein Partner immer weiß, was du bauchst.

So werdet ihr mit Kommunikation eine erfülltere und glücklichere Beziehung führen.

Manchmal kommt es in Beziehungen zu Streit oder zu Krisen, weil wir unseren Partner missverstehen. Wir denken zwar dass unser Partner weiß, was wir brauchen. Doch das ist nicht so und wir werden nicht verstanden. In einer Partnerschaft ist die Kommunikation einer der zentralen Schlüssel zum Erfolg. Hierbei sollte man betonen, dass euch nur die richtige Kommunikation in der Beziehung weiterbringen kann.

Oft höre ich folgenden Satz:

  • Ich sage meinem Partner was ich brauche, aber ich werde nicht verstanden.

Darum geht es. Wie sorgt man dafür, dass die eigenen Bedürfnisse und Wünsche wirklich beim Partner ankommen? Das Problem besteht darin, dass die meisten Menschen richtig gut darin sind, zu sagen was sie brauchen. Jedoch sind sie meist richtig schlecht darin, dem Gegenüber klar zu machen, was das bedeutet.

Dafür gibt es verschiedene Ebenen in der Kommunikation, auf die ich genauer eingehen werde.

STEHT DEINE BEZIEHUNG VOR DEM AUS OHNE DASS DU ES MERKST?

Die Metaebene

Die Metaebene ist die erste und oberflächlichste Ebene in der Kommunikation.

Definition laut Wikipedia:

Die Metaebene die lose verwendete Bezeichnung für eine übergeordnete Sichtweise, in der Diskurse, Strukturen oder Sprachen als Objekte behandelt werden.

Diese Ebene beinhaltet Generalisierungen und allgemeine Strukturen. Aus ihr kann man keine genauen Handlungen ableiteten und man wird oft nicht genug verstanden.

Typische Sätze hierfür sind:

  • Ich brauche Treue.
  • Ich brauche mehr Zeit für mich.
  • Ich brauche mehr Zeit als Paar.

Wir sagen auf der Metaebene: Ich brauche XY…

Das Problem ist, dass du deinem Partner sagst, was du brauchst, aber viel zu ungenau bist. Dein Partner wird nicht wissen, was du von ihm verlangst. Man kann den Wunsch oder das Bedürfnis nicht messen und dann fühlst du dich nicht verstanden.

Wenn du deinem Partner sagst, dass du mehr Zeit für dich haben möchtest, dann kann das für dich etwas ganz anderes bedeuten, als für ihn.

Die beobachtbare Ebene (hier kann man verstanden werden)

Da die Metaebene zu unkonkret ist, um verstanden werden zu können, geht es zur beobachtbaren Ebene. Wenn mir ein Kunde im Coaching sagt, dass er mehr Zeit für sich braucht, dann stelle ich meist folgende Frage:

  • Was genau bedeutet das für dich?

In dieser Ebene fängt man an, die Taten und Bedürfnisse messbar zu machen. Bleiben wir mal bei dem Beispiel “mehr Zeit für sich”. Dann kannst du sagen, dass du 2 Abende pro Woche allein sein möchtest.

Wenn du deinem Partner genaue Zahlen und konkrete Handlungen mitteilst, weiß er, wann er dein Bedürfnis erfüllt und wann nicht. Du wirst dich automatisch verstanden fühlen. Tust du dies nicht, dann weiß dein Partner nur, das er mehr leisten muss. Er merkt, dass du eine Forderung und Erwartung an ihn hast. Er weiß aber nicht, wann er diese erfüllt.

Den ersten Schritt, den wir gehen, ist weg von der Metaebene hin zur beobachtbaren Ebene.

Wenn ihr als Paar mehr Zeit zusammen wollt, dann könnt ihr zum Beispiel einen fixen Tag oder Abend in der Woche ausmachen, an dem ihr euch seht. Dein Partner weiß nun, was er tun muss und wie er dieses Bedürfnis erfüllen kann.

Die Bedürfnisebene

Nun weiß dein Partner, was er tun muss, jedoch stellt sich häufig die Frage nach dem Warum. Warum kommt es zu dem Problem in der Beziehung? Warum wünscht sich mein Partner mehr Zeit mit mir?

Hier kommen wir auf eine noch tiefere Ebene, die Bedürfnisebene.

Alle Menschen haben 6 Grundbedürfnisse.

Zu diesem Thema habe ich einen Blogbeitrag geschrieben. Wenn du möchtest, dann klicke einfach hier auf den Link: https://ramon-schlemmbach.de/die-6-grundbeduerfnisse-und-wie-wir-sie-fuer-unsere-beziehung-nutzen/

Trotzdem möchte ich ganz kurz unsere 6 Grundbedürfnisse nennen:

  • Sicherheit
  • Abwechslung
  • Liebe/Verbundenheit
  • Bedeutsamkeit
  • Wachstum
  • Beitrag leisten

Wir gehen in diesem Schritt von ganz oben nach ganz unten. Wir schauen, was der ursprüngliche Wunsch des Partners war und hinterfragen diesen. Wie kommt es dazu, dass mein Partner mehr Zeit mit mir verbringen will?

Schauen wir, was dahinter steht. Dann haben wir die Möglichkeit, noch mehr Ansatzpunkte zu finden, um unseren Partner glücklich zu machen. So werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit eine glücklichere und erfülltere Beziehung führen.

Nochmal zu dem Beispiel:

Dein Partner sagt dir, dass er mehr Zeit mit dir verbringen möchte. Wenn du schaust, was faktisch dahinter steht, kann es sein, dass sich dein Partner nicht mehr geliebt fühlt. Es kann sein, dass ihr nicht mehr diese Verbundenheit wie früher habt und sich dein Partner alleine fühlt. Es kann genauso gut sein, dass dein Partner sich nicht wichtig für dich fühlt (Bedeutsamkeit). Vielleicht spürt er oder sie, dass bei dir die Firma immer an erster Stelle kommt. Selbst wenn ihr euch verabredet, sagst du häufig kurzfristig ab. Dann ist das nicht nur ein Zeitthema. Die Frage wird aufkommen „Wie wichtig bin ich eigentlich noch für ihn/sie?…“.

Wenn du einmal verstanden hast, was auf der Bedürfnisebene los ist, hast du tausend mehr Ansatzpunkte, wo du etwas ändern kannst. Jetzt kannst du wieder in die beobachtbare Ebene zurückgehen und überlegen, wie du deinem Partner noch das Gefühl geben kannst, mehr geliebt zu werden oder wichtig zu sein. Wenn dein Partner irgendwann mal im Nebensatz fallen lässt, dass er Problem XY hat, oder sich XY wünscht, dann kann die Tatsache, dass du das für ihn/sie organisiert hast, dazu führen, dass sie sich wieder wichtiger fühlen. So kannst du deinem Partner mehr Gutes tun und ihr werdet mit hoher Wahrscheinlichkeit glücklicher.

Aus der Bedürfnisebene kannst du ableiten, was du noch für deinen Partner tun kannst.

Wie kommunizierst du das?

Wenn du deinem Partner die eigenen Bedürfnisse oder Wünsche klar machen möchtest, dann solltest du einige Sachen beachten. Am besten gehst du gleich weg von der Metaebene oder erwähnst diese nur kurz am Satzanfang. Spreche sofort das an, was du möchtest. Spreche mit deinem Partner nur in der beobachtbaren Ebene, damit er dich besser versteht und darauf eingehen kann.

Das könnte so klingen:

“Du Schatz, ich würde mir mehr Zeit mit dir wünschen, also dass wir uns an mindestens 4 Abenden pro Woche sehen können.”

Ich möchte dir nochmal ein weiteres Beispiel erläutern:

Wenn dein Partner möchte, dass du netter zu ihm bist, dann spricht er in der obersten Ebene, der Metaebene. Nun ist es deine Aufgabe zu hinterfragen. Frage deinen Partner, was das bedeutet und wann er sich ungerecht behandelt fühlt. Finde genau heraus, was deinen Partner stört. Dann kann dein Partner beispielsweise sagen: “Immer wenn ich mit einem Problem zu dir komme, dann bügelst du das einfach weg und sagst, dass es nicht so schlimm ist.”

Nun ändert sich die ganze Situation.

Du weißt was du sagst und kannst überlegen, warum das ein Problem für deinen Partner ist. In diesem Beispiel kann dein Gegenüber das Gefühl haben, dass er dir nicht wichtig genug ist. Somit wäre das Grundbedürfnis Bedeutsamkeit nicht erfüllt, was sich zentral auf unser Wohlbefinden auswirkt.

Auf dieser Basis kannst du jetzt schauen, wie du deinem Partner noch zeigen kannst, dass er dir wichtig ist. Beispielsweise könntest du ihn sich wichtig fühlen lassen, indem du ihn öfter um Rat bittest (oder Hilfe anbietest).

Du verstehst das Prinzip. Wir gehen weg von der oberflächlichen Kommunikation, mit der sich 99% der Menschen unterhalten und gehen in die tieferen Ebenen hinein.

Der Vorteil ist, dass wir bekommen was wir brauchen, weil unser Partner uns versteht. Automatisch fühlen wir uns besser, weil wir verstanden werden.

Wenn wir Empfänger solcher Aussagen sind, dann müssen wir genau nachfragen und Rückschlüsse ziehen, um dann daraus lernen zu können.

STEHT DEINE BEZIEHUNG VOR DEM AUS OHNE DASS DU ES MERKST?

Verstanden werden – Fazit

Wie du siehst, ist es nicht so schwer, Bedürfnisse und Wünsche richtig zu kommunizieren. Wir müssen nur wissen wie. Also denke daran, dass du weg aus der obersten Metaebene gehst und hin zur beobachtbaren Ebene. So kannst du Handlungen messbar werden lassen.

Wenn du selbst Empfänger eines Wunsches oder einer Kritik bist, dann solltest du klug vorgehen und die richtigen Fragen anstellen. Hinterfrage deine Partner und finde heraus an welcher Stelle, du einen Fehler gemacht hast.

Durchlaufe also immer die 3 Ebenen von oben nach unten:

  • Metaebene
  • beobachtbare Ebene
  • Bedürfnisebene

So kannst du Rückschlüsse ziehen und deinen Partner leichter glücklich machen.

Wenn du auch ein Thema in deiner Beziehung hast oder ihr momentan irgendwelche Probleme habt, dann bewirbdich gerne auf ein kostenloses Erstgespräch. Wir schauen uns eure Situation ein mal genauer an und sehen, ob ich dir helfen kann.

Für ein Erstgespräch klicke auf den Link: 👉“ /> https://bit.ly/2Fpg7oR

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