Vertrauen in der Beziehung [Meine 8 Säulen zur Vertrauensbildung]

Hände, die sich festhalten und somit Vertrauen in der Beziehung symbolisieren

Vertrauen in der Beziehung: Dein Beziehungsglück ist abhängig von deiner persönlichen Entwicklung

 

Vertrauen in der Beziehung: Vertrauen ist als Thema extrem wichtig für uns alle, da es nicht nur um unsere Paarbeziehung geht, sondern darum, dass du eine Vertrauenswürdige Person wirst. Stell dir vor, du begegnest jemandem, der dir etwas erzählt und du weißt aus sicherer Quelle, dass das nicht stimmt. Die Person belügt dich also. Wie wirst du damit umgehen? Du wirst sicher sehr vorsichtig werden im Umgang mit der Person. Genau genommen weißt du ja nie, wenn er A sagt, ob A wirklich stimmt. Genausogut kann B stimmen, denn die Person hat in der Vergangenheit ja schon bewiesen, dass er oder sie bereit ist, dich anzulügen. Ganz besonders schwierig ist das, wenn dieser Umstand in einer Beziehung eintritt, denn wie ein schönes Sprichwort sagt:

Vertrauen und Achtung, das sind die beiden unzertrennlichen Grundpfeiler der Liebe, ohne welche sie nicht bestehen kann, denn ohne Achtung hat die Liebe keinen Wert und ohne Vertrauen keine Freude.“

(Quelle: Kleist, H. v., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, Anfang 1800)

Viele Menschen beschweren sich, dass sie zu viel Drama in ihrem Leben haben. Das liegt daran, dass sie die grundlegenden Prinzipien vernachlässigen. Ich möchte dir helfen, dich als Personen weiterzuentwickeln. Deswegen geht es in diesem Artikel wieder um solche Prinzipien.Und zwar wie man dauerhaft Vertrauen in einer Beziehung aufbaut.

Wenn leute zu mir ins Coaching kommen, dann arbeiten wir natürlich an der Paarkommunikation, aber besonders auch an deiner persönlichen Entwicklung, denn du bist das Umfeld deines Partners und gemäß meiner Philosophie „dein Umfeld formt deinen Charakter“ (inspiriert durch Dirk Kreuter), hat deine persönliche Entwicklung einen Einfluss auf deinen Partner und damit auch auf eure Beziehungsqualität und das Vertrauen in der Beziehung.

Die 8 Säulen des Vertrauens einer Beziehung

Ehrlichkeit

Die erste Säule von Vertrauen in der Beziehung klingt mega basal, aber ich muss es unbedingt ansprechen, weil es das Fundament für alles ist. Stell dir vor du sprichst mit deinem Partner und er erzählt dir, er war am Freitag gar nicht im Casino, aber er war doch da. Ähnlich wie oben im Einleitungsbeispiel wird es dir schwerer fallen, dem Wort deines Partners zu vertrauen, denn du weißt nie, ob es wahr ist. Wenn jemand sich darauf verlassen kann, dass das, was aus deinem Mund kommt, stimmt, dann lohnt es sich auch mit dir in Kommunikation zu treten.

Das bedeutet im Umkehrschluss: wenn dein Partner dir eine unangenehme frage stellt, z.B. „Bin ich gerade zu dick?“ und du hast wirklich das Gefühl, du fühlst dich wegen des Gewichts gerade nicht zu ihm oder ihr hingezogen, dann antworte trotzdem ehrlich. Natürlich musst du das sensibel angehen, aber dieses Vorgehen hat 2 extreme Vorteile für dich. Einerseits trainierst du deinen Partner oder deinen Partnerin, dass sie nur noch fragen stellen, auf die sie wirklich eine Antwort haben wollen. Andererseits wissen sie dann aber auch, dass sie, wenn es darauf ankommt, eine vertrauenswürdige Antwort von dir bekommen. Das wird nicht nur deine Beziehung schöner machen, sondern auch deine Freundes- und Geschäftsbeziehungen.

 

Verbindlichkeit

Stehe zu deinem Wort. Das ist besonders in Männern eine sehr attraktive Eigenschaft. Aber auch Frauen sollten diese Qualität an den Tag legen, um ihre Partnerschaft besser zu machen und das Vertrauen in der Beziehung zu stärken. Was bedeutet das in der Praxis?

Wenn du sagst, du wirst etwas tun, dann tue es unbedingt – und im besten Fall auch zeitnah. Ein klassisches Beispiel ist der Ehemann, der sagt „Ja Schatz, ich werde das Gartentor reparieren“. Wenn er das ein halbes Jahr später dann immernoch nicht umgesetzt hat, dann wird das Vertrauen in sein Wort sinken. Zusätzlich ist das für seine Frau in den meisten Fällen auch unattraktiv, denn Männer, die Dinge anpacken und umsetzen werden in der Regel als attraktiver wahrgenommen.

Zusätzlich kommunizierst du deinem Partner übrigens auch, dass sein Anliegen dir nichts wert ist, wenn du es nicht umsetzt. Das ist alles andere als beziehungsfördernd für euch beide. Denn eins der 6 Grundbedürfnisse ist nunmal Bedeutsamkeit. Dein Partner möchte sich also wichtig fühlen für dich.

Das bedeutet also, immer wenn du sagst, du kümmerst dich um etwas, dann solltest du es ganz hoch auf deine To-Do-Liste stellen. Wenn du dir solche Dinge nicht gut merken kannst, dann baue dir Hilfe-Mechanismen. Ich mache mir gerne Erinnerungen ins Handy oder  schreibe mir das auf deine Liste mit Dingen, die ich für andere tun wollte. Im besten Fall setze ich es einfach direkt um. Da hat man die größte Sicherheit, dass man es nicht vergisst und hat gleichzeitig noch den positiven Effekt, dass der Partner (oder Ggü. allgemein) beeindruckt ist von der Umsetzungsgeschwindigkeit.

Übrigens, Pünktlichkeit ordnet sich auch in der Säule Verbindlichkeit ein. Wenn du pünktlich bist, wissen Menschen, man kann sich auf dich verlassen und du respektierst ihre Zeit. Das Vertrauen in der Beziehung zu den Personen wird steigen.

Sexuelle Treue

Wenn ihr in einer normalen monogamen Beziehung seid, dann habt ihr die ausgesprochene oder unausgesprochene klare Abmachung, dass ihr nur miteinander Sex habt. Und natürlich können eure Spielregeln sehr individuell sein. In manch einer Beziehung ist flirten noch ok, in einer anderen wird das schon als Fremdgehen angesehen. Das bleibt euch überlassen und was euch besser gefällt.

Wenn ihr jedoch diese Abmachung habt, dann musst du dich unbedingt daran halten. Fremdgehen ist wohl einer der größten Vertrauensbrüche, die man in einer Beziehung begehen kann. Der Sex mit einer anderen Person ist dabei gar nicht mal das zentrale Problem. Der Betrug der dahintersteht ist meiner Meinung nach das schlimmste daran. Ihr habt abgemacht, dass ihr nur miteinander Sex habt und du hast dich nicht daran gehalten. Was kommuniziert das wieder? Dein Partner kann sich nicht auf dein Wort verlassen. Also alles in allem, wenn es nicht schon passiert ist, sorge dafür, dass du niemals in diese Situation kommst. Das wird dir dein Beziehungsleben deutlich leichter machen und Vertrauen in der Beziehung aufrecht erhalten.

Sicherheit geben

Flirtest du absichtlich mit Anderen? Erzählst du die ganze zeit noch von der oder dem Ex? Triffst du dich vielleicht noch mit ihm? All diese Dinge können deinen Partner unsicher machen. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass er oder sie sich aus Schutz zurückzieht oder einfach etwas verschließt, da er kein Vertrauen haben kann, dass eure Beziehung bestehen bleibt. Natürlich kann man das nie, dennoch kann solches Verhalten noch mehr Unsicherheit auslösen.

Gleiches gilt übrigens auch in der Kommunikation mit deinem Partner. Ich habe vor einiger Zeit mit einem Mann gesprochen, der immer ungefähr nach 3 Monaten von den Frauen verlassen wurde. Er konnte es sich einfach nicht erklären. Ich muss dazu erwähnen, dass er auch ein attraktiver Mann war. Daran lag es also nicht. Und er hat es ja auch geschafft, in Beziehungen zu kommen. Nur nicht, sie zu halten. Nach ein paar Minuten Gespräch hatte ich dann herausgefunden, was eins der zentralsten Probleme war, die die Frauen mit ihm hatten. Er hat ihnen keine Sicherheit gegeben. Er hat mir von einer Geschichte erzählt, in der er einen Urlaub gebucht hat (ohne, das mit seiner Partnerin abzustimmen, er hat sie quasi nur informiert). Und dann als er alleine im Urlaub war, hat er sich eine Woche nicht gemeldet. NATÜRLICH ist das ein riesiges Problem in einer Beziehung. Besonders in einer noch so jungen. Deswegen überleg dir, ob dein Verhalten eher sicherheitsspendend oder bedrohlich wirkt, um damit die Weichen zu stellen, um wieder mehr Vertrauen in der Beziehung zu haben.

Ein offenes Ohr

Auch vom sogenannten offenen Ohr hast du sicher schon gehört. Es ist auch nichts neues, aber so viele unter uns schenken es ihren Liebsten nicht. Hast du schon mal schon gehört, wie jemand gesagt hat: „Du willst, dass Menschen dich sympathisch finden? Dann halt die Klappe und höre zu.“

Menschen reden am liebsten über sich selbst. Es ist einfach unser Lieblingsthema. Ich wette, du bist schon mal jemandem begegnet, der dir die ganze Zeit von sich erzählt hat. Wie ging es dir damit? Wahrscheinlich hat es dich irgendwann gelangweilt und du hast dir sicher auch irgendwann gedacht, dass das ganz schön nervig ist, dass er/sie dich nie etwas über dich fragt.

Genau dieses Phänomen kann man auf die Partnerschaft übersetzen. Hörst du zu und zeigst deinem Partner Interesse, wenn er oder sie vor einer Herausforderung steht? Oder wenn dein Partner einfach von den Dingen erzählen möchte, die in seinem Tag heute passiert sind? Das ist ultra wichtig für euer Beziehungsglück und auch für das Vertrauen in eurer Beziehung. Wenn dein Partner das Gefühl hat, er kann mit all seinen Problemen und Herausforderungen zu dir kommen und du hast ein offenes Ohr dafür, dann ist eure Beziehung wie eine sichere Basis für ihn. Und auf diesem Fundament kannst du das Vertrauen in der Beziehung weiter ausbauen.

Verschwiegenheit

Wenn du also die Grundlage gelegt hast und deine Partnerin weiß, sie kann immer zu dir kommen und um Hilfe oder Rat bitten, dann kommen wir zur nächsten Stufe des Vertrauens – der Verschwiegenheit. Häufig wird es so sein, dass ihr über Dinge redet, die sensibel für deinen Partner sind. Nicht jede Information und nicht jedes Thema will man mit Außenstehenden teilen. Dein Partner muss sich darauf verlassen können, dass du mit seinen Informationen vertraulich umgehst. Aus meiner Erfahrung sind es häufig sexuelle Themen bei denen Partner die absolute Verschwiegenheit wichtig ist. Aber auch generelle Themen, die dem Partner peinlich sind, solltest du sehr vertraulich behandeln.

Loyalität

Stehst du zu deinem Partner oder stellst du dich immer auf die Seite von Anderen? Das Thema Loyalität in dieser Form ist bei den Meisten gar nicht so weit vorne im Bewusstsein, aber es spielt unterbewusst eine sehr wichtige Rolle für Vertrauen in der Beziehung.

Dein Partner muss das Gefühl haben, dass ihr ein Team seid, das auch wenn es mal Herausforderungen im Leben gibt, eure Beziehung die sichere Basis ist und er deine Unterstützung hat. Deshalb frage dich, redest du manchmal schlecht vor anderen über deinen Partner? Ich meine natürlich nicht, wenn es mal Streit zwischen euch gibt und du das mit deinem besten Freund besprichst. Eher vor Außenstehenden. Wenn du das bei euch merkst, empfehle ich dir, wieder einen anderen Weg für eure Partnerschaft einzuschlagen. Ziel muss es sein, euch beide als Team wahrzunehmen, in guten wie in schlechten Zeiten, wie man so schön sagt.

Sich öffnen

Damit meine ich jetzt nicht deine Hose, obwohl das natürlich auch wichtig ist 😉

Es geht darum, dass du dich deinem Partner emotional öffnest. Im Coaching sehe ich diese Herausforderung häufig bei den Männern. Aber auch manche Frauen verhalten sich so. Meistens kommt einer der Partner auf mich zu und beschwert sich, dass er das Gefühl hat, der Partner ist ganz distanziert. Oder es steht die Frage im Raum „Liebt er mich überhaupt noch?“. Es kann sein, dass eigentlich alles in Ordnung ist mit der Beziehung und dass der Partner uns über alles liebt. Wenn er sich jedoch emotional nicht öffnet – d.h. er erzählt uns nicht von seinen Gefühl oder Unsicherheiten – dann können wir schnell das Gefühl haben, dass irgendwas in unserer Partnerschaft nicht stimmt. Es ist quasi ein Blockade auf dem Weg zu Vertrauen in der Beziehung. Deswegen: lässt du ihn oder sie an deinen Herausforderungen teilhaben? Fragst du mal nach Rat oder vertraust dich deinem Partner einfach mal an, wenn es dir schlecht geht? Dann wirst du deutlich mehr Nähe und somit auch mehr Vertrauen in deiner Beziehung herstellen können.

Wenn du auch mal deinen schwächen zeigst, kommunizierst du deinem partner nämlich: „Ich vertraue dir“, was wiederum das Vertrauen in eure Partnerschaft stärkt, denn dein Partner weiß, wenn mal was ist, wirst du ihn auch involvieren.

Vertrauen in der Beziehung – die Essenz

Wie du jetzt wahrscheinlich sehen kannst, ist Vertrauen nicht nur in deiner Beziehung sondern in allen menschlichen Beziehungen ein riesiger Faktor, wie sich der persönliche Kontakt entwickeln wird. Wenn du diese 8 Säulen beherzigst und in deinen Beziehungen umsetzt, wirst du viel mehr Vertrauen in der Beziehung aufbauen können – egal ob freundschaftliche, romantische oder Geschäftsbeziehung.

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen, dich und deine Partnerschaft besser zu verstellen. Wenn du mehr kostenloses Wissen willst, dann abonniere meine Social Media Kanäle wie z.B. mein Instagram und mein Facebook. Wenn du ein kostenloses Erstgespräch ausmachen möchtest, dann kontaktiere mich.

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