Kindheitserinnerungen zurückholen – Wege zur inneren Heilung

INHALTSVERZEICHNIS

Unsere Kindheit prägt uns mehr, als wir oft glauben. Die Erinnerungen an diese Zeit sind wie kleine Puzzleteile, die unser heutiges Selbst formen – manche davon leuchtend und klar, andere verblasst oder unvollständig. Doch was passiert, wenn diese Puzzleteile fehlen? Ob bewusst verdrängt, durch traumatische Erlebnisse blockiert oder einfach vom Lauf der Zeit verschüttet – unsere Kindheitserinnerungen beeinflussen uns, ob wir uns daran erinnern oder nicht.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du verlorene Erinnerungen zurückholen und für deine persönliche Entwicklung nutzen kannst. Von praktischen Übungen über die emotionale Verarbeitung bis hin zur Aufarbeitung tiefer Glaubensmuster – Kindheitserinnerungen sind der Schlüssel zu einem besseren Verständnis deiner selbst und einer erfüllteren Gegenwart.

Lass uns gemeinsam den Weg zu deiner inneren Heilung gehen!

Das Wichtigste in Kürze

  • Entdecke, warum Kindheitserinnerungen so prägend sind und wie sie unser Selbstbild und Verhalten bis heute beeinflussen.
  • Erfahre, welche Gefühle unsere Erinnerungen formen und warum emotionale Ereignisse besonders tiefe Spuren hinterlassen.
  • Verstehe, warum manche Erinnerungen verblassen oder verdrängt werden und wie du trotz fehlender Kindheitserinnerungen Frieden mit der Vergangenheit finden kannst.
  • Erkenne, wie Prägungen aus der Kindheit dein Leben beeinflussen und welche Überzeugungen dein Verhalten heute steuern.
  • Lerne, wie du alte Muster lösen kannst, um dein inneres Kind zu heilen und ein freieres Leben zu führen.

Was sind Kindheitserinnerungen und warum sind sie wichtig?

Kindheitserinnerungen sind die bewussten Eindrücke, die wir in den ersten Lebensjahren sammeln und in unserem Gedächtnis speichern. Sie prägen unser Selbstbild, unsere Beziehungen und unser Verhalten bis ins Erwachsenenalter. Ob es der Duft frisch gebackener Kekse bei Oma ist, das Gefühl der Geborgenheit in den Armen der Eltern oder ein Moment der Enttäuschung auf dem Spielplatz – diese Erinnerungen sind wie Bausteine, aus denen unser heutiges Ich besteht.

Eine glückliche Kindheit kann eine solide Grundlage für ein erfülltes Leben schaffen. Positive Erfahrungen stärken das Selbstvertrauen, fördern Resilienz und erleichtern den Umgang mit Herausforderungen.

Doch auch negative Erlebnisse haben eine bedeutende Rolle: Sie können zwar das Bild der Kinderzeit trüben, bieten jedoch die Möglichkeit, daraus zu lernen und als Erwachsener gestärkt hervorzugehen.

Kindheitserinnerungen sind nicht nur ein Schlüssel zu unserem Verständnis von uns selbst, sondern auch ein Zugang zu verborgenen Gefühlen und Bedürfnissen. Durch das bewusste Zurückholen dieser Erinnerungen können wir emotionale Blockaden lösen, alte Muster verstehen und unser Leben in eine positivere Richtung lenken. Das bedeutet: Selbst wenn die Kindheit von Herausforderungen geprägt war, ist es möglich, sich weiterzuentwickeln und ein noch glücklicherer und erfolgreicherer Mensch zu werden.

Merke: Kindheitserinnerungen prägen unser Selbstbild, unsere Beziehungen und unser Verhalten nachhaltig. Sie sind ein Schlüssel zu unserem inneren Verständnis und bieten die Möglichkeit, verborgene Muster zu erkennen, emotionale Blockaden zu lösen und das Leben positiv zu gestalten – selbst nach einer herausfordernden Kindheit.

Möchtest du mehr darüber erfahren, inwieweit negative Kindheitserinnerung dein Leben als Erwachsener beeinträchtigen? Mach jetzt unseren Mini-Kurs und finde heraus, welche Prägungen du haben könntest.

Die Bedeutung von Gefühlen in Kindheitserinnerungen

Gefühle sind der Schlüssel zu unseren Kindheitserinnerungen. Sie entscheiden, welche Erlebnisse wir bewusst abspeichern und welche in den Hintergrund treten. Besonders stark mit Emotionen verbundene Ereignisse – sei es ein Moment großer Freude oder tiefer Traurigkeit – bleiben uns oft ein Leben lang im Gedächtnis. Diese prägenden Erinnerungen beeinflussen nicht nur unser Verhalten, sondern auch, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen und auf sie reagieren.

Erinnerungen an freudige Erlebnisse, wie das Lachen mit Freunden oder der Stolz auf ein erstes Erfolgserlebnis, schaffen eine emotionale Grundlage für ein gesundes Selbstvertrauen. Gleichzeitig hinterlassen auch schmerzhafte Erfahrungen wie Zurückweisung oder Verlust tiefe Spuren in unserer Psyche. Die Art und Weise, wie diese Gefühle verarbeitet werden, prägt unser inneres Kind – die emotionale Instanz in uns, die sich nach Liebe, Sicherheit und Wertschätzung sehnt.

Merke: Unsere Psyche speichert Erlebnisse, die von intensiven Gefühlen begleitet werden, besonders nachhaltig. Positive Ereignisse können uns motivieren und stärken, während negative Erfahrungen oft unbewusst Verhaltensmuster prägen, die uns bis heute beeinflussen. Dieser Mechanismus ist ein natürlicher Bestandteil der Funktionsweise unseres Gehirns: Emotional aufgeladene Erinnerungen bleiben in der Regel stärker präsent als neutrale oder alltägliche Ereignisse.

Ein Beispiel dafür ist, dass viele von uns noch genau wissen, was wir am 11. September 2001 (9/11) gemacht haben und wo wir waren, weil dieser Terroranschlag eine emotionale Reaktion in uns ausgelöst hat; während der 11. August desselben Jahres (oder ein anderer gewöhnlicher Tag) längst in Vergessenheit geraten ist.

Indem wir uns mit den Gefühlen unserer Kindheitserinnerungen auseinandersetzen, können wir die Zusammenhänge zwischen vergangenen Erlebnissen und unserem heutigen Handeln verstehen. Das Bewusstwerden dieser emotionalen Prägungen gibt uns die Chance, uns selbst besser zu verstehen und alte Verletzungen zu heilen. So können wir unser inneres Kind annehmen und ihm die Wertschätzung geben, die es braucht, um unser Verhalten und unsere Entscheidungen in eine positive Richtung zu lenken.

Ursachen für fehlende Kindheitserinnerungen: „Kann ich meine Kindheit aufarbeiten, wenn ich mich an kaum etwas erinnere?“

Nicht alle Erlebnisse aus der Kindheit bleiben uns im Gedächtnis – oft gibt es Gründe dafür, warum bestimmte Erinnerungen verblassen oder gänzlich fehlen. Einer der häufigsten Ursachen sind traumatische Ereignisse. Solche Erlebnisse können dazu führen, dass unser Gedächtnis Schutzmechanismen aktiviert und die Erinnerungen verdrängt, um uns vor emotionalem Schmerz zu bewahren (dissoziative Amnesie).

Ausnahmen bestätigen die Regel: Im Gegensatz dazu können zu viele oder besonders belastende Erinnerungen, etwa durch traumatische Erfahrungen wie Verletzungen oder den Tod eines geliebten Menschen, auch ein anderes Muster erzeugen. Diese Ereignisse werden oft übermäßig präsent und drängen sich in Form von Flashbacks immer wieder ins Bewusstsein – ein typisches Merkmal einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).

Doch nicht nur große Traumata, sondern auch kleinere emotionale Verletzungen wie Enttäuschungen oder das Gefühl, nicht dazuzugehören, können dazu beitragen, dass Kindheitserinnerungen unzugänglich werden. Die Psyche hat grundsätzlich die Funktion, uns vor Schmerz bewahren zu wollen. Deshalb verdrängt sie öfter mal Erinnerungen an unangenehme Situationen nach dem Grundsatz “Das brauchen wir ja jetzt nicht mehr, also müssen wir dadurch auch nicht unnötig Schmerz spüren”. Und wenn wir uns nicht mit den Gefühlen dieser Zeit auseinandersetzen, verblassen die dazugehörigen Erinnerungen oft ebenfalls.

Eine detaillierte Erklärung und die Antwort auf die Frage „Warum kann ich mich an kaum etwas aus der Vergangenheit erinnern?”, findest du im Video:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Manchmal ist der Grund für fehlende Kindheitserinnerungen auch ganz natürlich. Ereignisse, die schon sehr lange zurückliegen, können schlicht vergessen werden, da unser Gehirn Platz für neue Informationen schafft. Dieser normale Prozess des Vergessens betrifft meist Erlebnisse, die emotional weniger bedeutsam waren.

Kann ich meine Kindheit aufarbeiten?

Ob zu wenige oder zu intensive Erinnerungen – unser Gedächtnis und unsere Psyche arbeiten oft unbewusst daran, uns vor Schmerz zu schützen. Doch indem wir uns mit diesen verdrängten oder belastenden Erinnerungen auseinandersetzen, können wir sie besser verstehen und Frieden mit der Vergangenheit schließen. Es ist nie zu spät, die Kindheit aufzuarbeiten, das innere Kind zu heilen und ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen.

Merke: Fehlende Kindheitserinnerungen können durch Schutzmechanismen des Gedächtnisses bei traumatischen Erlebnissen, emotionalen Verletzungen oder schlicht durch die Zeit entstehen.

In den nächsten Abschnitten erfährst du, wie du dich mit deinen verdrängten oder belastenden Erinnerungen auseinandersetzen kannst, um sie besser zu verstehen und Frieden mit der Vergangenheit zu schließen.

Wie deine Kindheit dein Leben formt: Prägungen, die dich bis heute beeinflussen

Unsere Kindheit ist die Grundlage für die Person, die wir heute sind. Die Erinnerungen aus dieser prägenden Zeit beeinflussen, wie wir die Welt sehen, wie wir auf andere reagieren und welche Entscheidungen wir treffen. Sie formen unsere Lebenseinstellung, unser Verhalten und sogar unsere unbewussten Muster. Positive Erfahrungen schenken uns Selbstvertrauen und Resilienz, während negative Erlebnisse oft tiefere Spuren hinterlassen und sich in Form von limitierenden Glaubenssätzen zeigen.

Wie hat dich deine Kindheit geprägt?

Ramón Schlemmbach nennt 11 Arten negativer Prägungen:

  1. Verlassenheit: Die Angst davor, im Stich gelassen oder allein gelassen zu werden. Das entsteht typischerweise durch den Verlust eines Elternteils, Vernachlässigung oder emotionale Distanziertheit. Diese Prägung kommt häufig vor, wenn jemand stirbt oder ein Elternteil sich aus dem Staub macht.
  2. Misstrauen & Missbrauch: Erfahrungen mit Vertrauensbrüchen oder Missbrauch können das Vertrauen in andere Menschen erschüttern und dazu führen, dass man sich ständig in Verteidigungshaltung befindet. Diese Prägung kommt vor, wenn ein Kind hintergangen oder körperlich misshandelt wird. Diese Person entwickelt eine Angst, erneut betrogen zu werden.
  3. Verletzlichkeit: Die Erfahrung von Verletzlichkeit kann dazu führen, dass man sich permanent bedroht oder unsicher fühlt. Diese Prägung zeigt sich an der Angst, dass Menschen aus dem Umfeld oder wir selbst krank werden oder bankrott gehen – selbst wenn es absolut keinen Grund dafür gibt.
  4. Abhängigkeit: Eine übermäßige Abhängigkeit von anderen kann entstehen, wenn man als Kind nicht gelernt hat, eigenständig zu handeln oder Entscheidungen zu treffen. Jemand, der Schwierigkeiten hat, selbstständig etwas zu tun oder zu entscheiden, denkt oft: „Ich kann das nicht alleine“ oder „Wenn mein Mann sich von mir trennt, bin ich verloren“. Diesen Menschen fällt es besonders schwer, sich von Bezugspersonen zu trennen, obwohl es möglicherweise längst nötig wäre. Solche Menschen gehen oft nahtlos von einer in die nächste Beziehung über.
  5. Emotionale Entbehrung: Das Fehlen von Zuwendung, Kuscheln und Nähe in der Kindheit, kann zu dauerhaften Veränderungen im eigenen Erleben von Beziehungen führen. Häufige Gedanken sind: „Ich habe das Gefühl, ich werde nicht genug geliebt.” Dies kommt häufig vor bei kalten, distanzierten Eltern.
  6. Soziale Isolation & Entfremdung: Erfahrungen mit sozialer Isolation oder Entfremdung können dazu führen, dass man sich von anderen distanziert und Schwierigkeiten hat, enge Beziehungen aufzubauen. Es entsteht oft durch die Erfahrung, anders zu sein, oder nicht dazuzugehören. „Alle Kinder sehen anders aus, ich gehöre nicht dazu.“ oder „Ich passe in diese Familie nicht rein.“
  7. Unzulänglichkeit: Das Gefühl der Unzulänglichkeit kann entstehen, wenn man als Kind nicht das Gefühl hat, gut genug zu sein oder den Erwartungen anderer gerecht zu werden. „Ich bin nicht gut genug/ wertvoll/ liebenswert/ in Ordnung.” Es entsteht häufig, wenn Eltern ihr Kind ständig kritisieren „Du bist Schuld, dass Mama jetzt weg ist.“ oder wenn die Leistung NIE reicht. Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Gründe.
  8. Versagen: Erfahrungen mit Versagen oder Ablehnung können dazu führen, dass man sich nicht kompetent genug fühlt und Angst vor weiterem Versagen hat. „Andere können das besser als ich.“ „Ich schaffe das nicht.“ Eltern schüren oft Versagensängste.
  9. Unterwerfung: Das Gefühl, sich anderen unterordnen oder unterwerfen zu müssen, kann entstehen, wenn man als Kind dafür bestraft wurde, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen oder Grenzen zu setzen. „Wenn ich aus der Reihe tanze, rastet Mama wieder aus.” Klassische psychologische Bestrafungen sind: Anschreien, Schlagen, Liebesentzug, Privilegienentzug, sich lustig machen etc.
  10. Überhöhte Standards: Überhöhte Erwartungen der Eltern können dazu führen, dass wir im späteren Leben weiterhin übermäßig hohe Standards an uns selbst anlegen. Die Kinder haben gelernt „Ich bin nur liebenswert, wenn ich leiste”. Dadurch setzt man sich selbst unter Druck und ist nie zufrieden. Viele erfolgreiche Menschen erleben diesen permanenten, fast zwanghaften, Hunger nach mehr.
  11. Anspruchshaltung: Eine übermäßige Anspruchshaltung kann entstehen, wenn man als Kind immer alles bekommen hat, was man wollte, ohne Rücksicht auf andere oder die Realität. Es handelt sich hierbei um eine Erwartung „Ich muss besonders behandelt werden.“ Dies tritt oft ein, wenn ein Kind von den Eltern wie eine königliche Hoheit behandelt wurde und alles für sie /ihn gemacht wurde.

In unserem Mini-Kurs erfährst du mehr über alle 11 Prägungen, wie diese in der Kindheit entstehen und kannst mithilfe von Fragebögen genau herausfinden, welche du hast.

Sichere dir jetzt deinen Minikurs!

Warum ist es wichtig, Erinnerungen aufzuarbeiten?

Die Vergangenheit lässt sich nicht einfach ausblenden. Die Erlebnisse deiner Kindheit haben dich geformt und beeinflussen bis heute deine Gefühle, Gedanken und Verhaltensmuster – auch wenn wir uns nicht mehr (richtig) an die Erfahrungen erinnern. Verborgene Erinnerungen können eine enorme emotionale Last darstellen, ohne dass wir es merken.

Sich mit diesen Prägungen auseinanderzusetzen, bedeutet, sich auf die Suche nach echter Freiheit zu begeben – der Freiheit, dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen zu gestalten, ohne von alten, oft schmerzhaften Mustern eingeschränkt zu werden.

Die Aufarbeitung dieser Erfahrungen schafft Raum für inneren Frieden, Selbstliebe und tiefere, erfüllendere Beziehungen. Genau hier liegt der wahre Wert dieser Arbeit: Jeder Schritt, den du in Richtung Heilung und Selbstreflexion gehst, bringt dich näher zu einem freieren, authentischeren und glücklicheren Selbst.

Merke: In Schritt Nr. 2 aus „Geprägt! Aber richtig“, dem Coaching-Programm von Ramón Schlemmbach, zeigen wir dir, wie du den Ursachen deiner negativen Verhaltensweisen auf den Zahn fühlst. Nachdem wir deine Prägungen ermittelt haben, untersuchen wir genauer, welche Situationen aus deiner Kindheit dein Verhalten heute beeinflussen. Mithilfe von speziellen Übungen helfen wir dir, versteckte oder verdrängte Erinnerungen wieder ans Licht zu bringen.

Keine Aufarbeitung ohne Erinnerung: Wie können wir unsere Erinnerungen bewahren und zurückholen?

Unsere Kindheitserinnerungen sind ein wertvoller Schatz, der uns nicht nur mit unserer Vergangenheit verbindet, sondern uns auch Kraft und Orientierung im Leben geben kann. Um diese Erinnerungen wachzuhalten oder wieder hervorzuholen, gibt es verschiedene Methoden, die uns dabei unterstützen.

Ein Gespräch mit anderen Menschen über deine Kindheit kann Wunder wirken. Ob mit Familie, Freunden oder vertrauten Personen – das Teilen von Erlebnissen hilft, Erinnerungen lebendig zu halten und oft Details wieder ins Bewusstsein zu bringen, die längst in Vergessenheit geraten sind.

Praktische Übung: Dialog mit dir selbst

Ramón Schlemmbach, Psychologe und Experte für Kindheitsaufarbeitung, empfiehlt eine gezielte Technik aus seinem Programm „Geprägt! Aber richtig“. Diese Übung nutzt die Funktionsweise unseres Gehirns, das in neuronalen Netzwerken arbeitet. Wenn wir uns an eine Erinnerung anlehnen, werden oft verwandte Erinnerungen automatisch aktiviert.

Schlemmbach beschreibt die Übung „Dialog mit dir selbst” so:

  1. Lebensabschnitte definieren
    Unterteile dein Leben in Abschnitte, wie z. B. Kindergarten, Grundschule, Jugendzeit. Das schafft Struktur und erleichtert es, gezielt in bestimmte Zeiträume einzutauchen.
  2. Erinnerungen erzählen
    Nutze ein Diktiergerät oder eine Sprachnotiz-App und erzähle frei von einem Ereignis, so als würdest du es einem guten Freund bei einer Tasse Tee oder einem Glas Wein schildern. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern darum, die Erinnerung lebendig werden zu lassen. Oft tauchen dabei zusätzliche Details auf, die dir vorher nicht bewusst waren.
  3. Tiefe erreichen
    Fokussiere dich auf ein spezifisches Erlebnis und erzähle so viele Details wie möglich. Durch das aktive Erzählen hilfst du deinem Gehirn, verschüttete Erinnerungen wieder zugänglich zu machen.

Der nächste Schritt: Verarbeitung der Erinnerungen

Das Finden von Erinnerungen ist nur der Anfang. Im nächsten Schritt geht es darum, diese Erlebnisse zu entmachten und negative Glaubenssätze, die sich daraus entwickelt haben, aufzulösen. Im Coaching-Programm von Ramón Schlemmbach folgen darauf Schritte, die dich gezielt durch diesen Prozess führen – bis hin zur Verhaltensänderung und der Integration neuer, positiver Glaubenssätze.

Kindheitserinnerungen sind der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis deiner selbst. Mit den richtigen Methoden kannst du sie nicht nur wiederfinden, sondern auch nutzen, um Frieden mit der Vergangenheit zu schließen und dein Leben aktiv zu gestalten.

Auch visuelle Hilfsmittel wie ein Fotoalbum oder ein Fotobuch sind eine großartige Möglichkeit, deine Kindheit wieder aufleben zu lassen. Durch das Betrachten alter Kinderfotos können Erinnerungen an bestimmte Ereignisse, Gefühle oder Menschen wieder real werden.

Eine weniger bekannte, aber manchmal wirkungsvolle Technik ist die Hypnose. Sie kann nicht nur genutzt werden, um verdrängte Erinnerungen wieder aufzudecken, sondern auch, um positive Erlebnisse aus der Kindheit wieder bewusst zu erleben. Diese Momente, die uns einst Kraft und Zuversicht gegeben haben, können in der Hektik des Alltags oft verloren gehen – Hypnose kann manchmal helfen, sie wiederzufinden und neu zu integrieren.

Unsere Erinnerungen sind nicht nur Teil unserer Vergangenheit, sondern auch eine Quelle der Stärke für die Gegenwart. Indem wir sie bewusst wachhalten oder zurückholen, können wir uns mit unserem inneren Selbst verbinden und die besonderen Momente unseres Lebens immer wieder neu erleben.

Merke: Kindheitserinnerungen sind eine wertvolle Ressource, die uns mit unserer Vergangenheit verbindet und Orientierung sowie Kraft für die Gegenwart bieten kann. Durch Gespräche, das Betrachten alter Fotos oder gezielte Techniken wie den „Dialog mit dir selbst“ lassen sich vergessene Erinnerungen zurückholen (in „Geprägt! Aber richtig” nutzen wir noch mehr Übungen, um verloren gegangene Erinnerungen zu reaktivieren). Diese Erinnerungen können dann nicht nur verarbeitet, sondern auch genutzt werden, um negative Glaubenssätze zu lösen und ein besseres Verständnis von sich selbst zu entwickeln.

Du wünschst dir auf diesem Weg Unterstützung? Vereinbare dein kostenloses Erstgespräch!

In Kürze

Kindheitserinnerungen prägen unser Selbstbild und Verhalten bis heute. Auch wenn sie fehlen, können gezielte Methoden helfen, sie zurückzuholen und alte Muster zu verstehen. Dies eröffnet die Chance, emotionale Blockaden zu lösen, Selbstakzeptanz zu stärken und ein erfüllteres Leben zu führen.

Das könnte dich auch interessieren

ÜBER DEN VERFASSER

Ramón Schlemmbach

Schlemmbach Coaching GmbH

Vor über einem Jahrzehnt begann Ramón Schlemmbach, sich intensiv mit den Auswirkungen von Kindheitsprägungen auf das Erwachsenenleben zu befassen. Durch seine tiefgreifenden Einblicke in die klinische Psychologie und systemische Therapie entwickelte er bahnbrechende Methoden zur emotionalen Befreiung.

Diese Erkenntnisse nutzte er zur Gründung seiner Beratungsfirma, die mittlerweile Hunderte von Menschen in ihrem Streben nach einem freieren und erfüllteren Leben unterstützt hat. Getrieben von der Vision, gesündere Generationen zu fördern, teilt Ramón sein Wissen leidenschaftlich mit anderen und begleitet sie auf ihrem Weg zu emotionaler Stabilität und Glück.

Raus aus dem gemachten Nest: Ablösung von den Eltern im Erwachsenenalter

Mein inneres Kind heilen: Wege zu mehr Selbstliebe und innerem Frieden

Geringes Selbstwertgefühl? Tipps zur Stärkung und Verbesserung finden

Wir freuen uns auf deine Nachricht